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Im Fokus: Inno­vative und nachhaltige Lösungen

Bayer CropScience plant, bis 2016 insgesamt 2,4 Milliarden Euro in neue Kapazitäten zu investieren und stellt sich so den Herausforderungen der stetig wachsenden Weltbevölkerung. Die Produktion wichtiger Wirkstoffe wird deutlich ausgeweitet. Die Steigerung des Umsatzes in Richtung 10 Milliarden Euro im Jahr 2015 liegt im Plan. 

Dr. Varghese Thomas, Forscher bei Bayer CropScience, überprüft die Wurzeln von Tomatenpflanzen im Bayer-Labor in Davis, Kalifornien, USA.

Dr. Varghese Thomas, Forscher bei Bayer CropScience, überprüft die Wurzeln von Tomatenpflanzen im Bayer-Labor in Davis, Kalifornien, USA.

Bayer CropScience ist auf gutem Wege, seinen Jahresumsatz in Richtung 9 Milliarden Euro im Jahr 2013 und 10 Milliarden Euro im Jahr 2015 zu erhöhen. „Seit 2007 haben wir unser Geschäft kontinuierlich mit ­Rekordumsätzen ausgebaut, und wir sind für die ­Zukunft optimistisch“, sagte Vorstandsvorsitzender Liam Condon auf der Jahrespressekonferenz in Monheim. Aufgrund der starken Nachfrage nach seinen Produkten stockt das Unternehmen das Investitionsprogramm um 1 Milliarde Euro auf. Damit belaufen sich die geplanten Investitionen in Sachanlagen für den Zeitraum 2013 bis 2016 auf rund 2,4 Milliarden Euro.

Das forcierte Investitionsprogramm führt zu einem größeren Produktionsvolumen für wichtige Pflanzenschutzmittel. „Viele Branchen kämpfen heutzutage mit Überkapazitäten. Bei Bayer CropScience stellt sich die Situation völlig anders dar: Eine wachsende Weltbevölkerung, veränderte Ernährungsgewohnheiten und zunehmende Wetterkapriolen gefährden die Nahrungsmittelversorgung, und diesen Herausforderungen müssen wir uns jetzt stellen“, erklärte Condon.

„Die Nachfrage nach unseren Produkten nimmt so stark zu, dass wir unsere Supply-Chain-Kapazitäten deutlich verstärken werden, um Landwirte in aller Welt mit dringend benötigten landwirtschaftlichen Lösungen zu unterstützen“, fügte Liam Condon hinzu und beschrieb die Herausforderung so: „Fast 900 Millionen Menschen leiden täglich Hunger, und die Weltbevölkerung nimmt weiter kräftig zu. Wir müssen die landwirtschaftliche Produktivität erhöhen und gleichzeitig mit einer nachhaltigeren Landwirtschaft die Umwelt schützen. ­Dafür wollen wir innovative Lösungen und Dienstleistungen entwickeln, mit denen die Landwirtschaft zur Entwicklung der Gesellschaft beitragen kann.“

Investition in neue Anlage

Erläutert die Geschäftsstrategie: Liam Condon, Vorstandsvorsitzender von Bayer CropScience, vor der Presse in Monheim.Zoom image
Erläutert die Geschäftsstrategie: Liam Condon, Vorstandsvorsitzender von Bayer CropScience, vor der Presse in Monheim.

Ein wesentliches Element der Investitionspläne von Bayer Crop­Science ist der Bau ­einer neuen Produktionsanlage für das Herbizid Glufosinat-Ammonium in Mobile im US-Bundesstaat Alabama, das in den USA unter dem Markennamen Liberty™ vertrieben wird. „Mit ­voraussichtlichen Baukosten von rund 380 Millionen Euro handelt es sich bei dieser Anlage um die größte An­lageninvestition in der Geschichte von Bayer Crop­Science“, sagte Condon. Neben den bereits laufenden Projekten zum Kapazitätsausbau an anderen Standorten soll diese Anlage wesentlich dazu beitragen, dass das Unternehmen seine globale Produktion dieses wichtigen Wirkstoffs mehr als verdoppeln kann.

Liberty™ ist das einzige nicht selektive Herbizid, das gegen Unkräuter wirkt, die gegen das am häufigsten verwendete Herbizid Glyphosat resistent sind. Rund 50 Prozent der Landwirte in den USA kämpfen mit Unkrautresistenzen auf ihren Feldern, und die Situation spitzt sich weiter zu – nicht nur in den USA, sondern rund um den Globus.

Ausbau des Saatgutgeschäfts

Die Farmer José Uribe Estrada (r.) und Raul Hernandez Zavala in Mexiko.Zoom image
Die Farmer José Uribe Estrada (r.) und Raul Hernandez Zavala in Mexiko.

Neben dem Ausbau der Supply-Chain-Kapazitäten im Pflanzenschutz will Bayer CropScience auch durch die Umsetzung seiner Strategie im Saatgutgeschäft weiter wachsen. Das Unternehmen will seine Marktstellung in etablierten Anbaukulturen wie Gemüse, Reis, Raps und Baumwolle weiter stärken und deutliche Marktanteile bei Sojabohnen und Weizen gewinnen.

„Wir investieren weiter in unser Sojageschäft, unter anderem durch strategische Zukäufe in ­Lateinamerika, und wollen so zu einer schnellen und gezielten Entwicklung bestimmter Pflanzeneigenschaften beitragen“, erklärte Condon und wies besonders auf die Bekämpfung von Fadenwürmern (Nematoden) hin, an der Bayer CropScience zurzeit im ­Bereich Sojabohnen forscht. Er kündigte zudem die geplante Einführung der globalen Sojabohnenmarke Credenz™ für Ende 2014 in Nord- und Südamerika an. „Das Saatgut Credenz™ wird uns helfen, Landwirte mit noch besseren Sorten zu versorgen.“ Ein zweiter Investitionsschwerpunkt im Saatgutgeschäft ist Weizen, das wichtigste Grundnahrungsmittel weltweit. Hier baut Bayer CropScience ein führendes globales Netzwerk zur Weizenzüchtung auf, um Hochertragssorten zu entwickeln, die an lokale Anbaubedingungen angepasst sind. Die ersten Sorten werden voraussichtlich 2015 auf den Markt kommen.

Letzte Änderung: 31. Oktober 2013  Copyright © Bayer AG
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